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Amazone – Vorführtour in Westsibirien

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Amazone Sibirien VariotrailBei praktischen Vorführungen im russischen Altai (Westsibirien) konnte das Amazone-Trägerfahrzeug VarioTrail 3000 sein Leistungspotential eindrucksvoll unter Beweis stellen. So hat ein- und dieselbe Maschine auf 14 verschiedenen Betrieben insgesamt 3.750 ha bearbeitet, davon 2.100 ha bei der streifenweisen Bodenbearbeitung in Kombination mit einer Unterfußdüngung sowie 1.650 ha bei der Aussaat von Sonnenblumen bzw. Mais.

Das Trägerfahrzeug VarioTrail 3000 von Amazone lässt sich über eine Schnittstelle wahlweise mit den Heckrahmen der jeweils 6 m Arbeitsbreite abdeckenden Einzelkornsämaschine EDX-VT 6000-C, der Sämaschine CITAN-VT 6000 und dem Strip Till-Anbaugerät XTill-VT 6000-C koppeln. Beim Einsatz als VarioTrail-EDX bzw. VarioTrail XTill-VT dient der 3.000 l fassende Vorratsbehälter des Trägerfahrzeugs zum Mitführen des Düngers und bei einem Einsatz als VarioTrail-Citan zum Mitführen des Saatgutes.

Aufgrund seiner Flexibilität eignet sich die VarioTrail-Technik ideal für den überbetrieblichen Einsatz oder für Großbetriebe, die über ein gesamtes Jahr hinweg eine Vielzahl von Kulturen (Getreide, Reihensaaten, technische Kulturen) mit einem Trägerfahrzeug und den entsprechenden Heckrahmen säen können und damit real Maschinenkosten sparen. Das Trägerfahrzeug wird deutlich besser ausgelastet.

Streifenweise Bodenbearbeitung im absätzigen Verfahren
Aufgrund steigender Flächenanteile von Reihenkulturen könnte das noch relativ junge Strip Till-Verfahren in Russland für viele Ackerbausysteme geeignet sein. Besonders in den hochkontinentalen Regionen mit überwiegend Sommerkulturen ist dabei das absätzige Verfahren mit dem XTill-Streifenlockerer von Vorteil. Denn nur so können die tiefe, streifenweise Lockerung bei gleichzeitiger Unterflurdüngung mit immobilen Nährstoffen schon im Herbst und die Einzelkornsaat der Reihenkulturen erst im nachfolgenden Frühjahr erfolgen.

Teil 1 der Amazone-Vorführtour startete Ende April in Westsibirien auf dem Betrieb „Partner“. Von dort aus wurden bis Anfang Juni weitere Betriebe angefahren, um die VarioTrail mit der XTill-Streifenbearbeitung und der EDX-Einzelkornsätechnik vorzuführen. Bei der streifenweisen Bodenbearbeitung wurden hier zwischen 70 und 150 kg/ha Dünger ausgebracht und dabei in den meisten Fällen schnell verfügbares Selitra (34,6% N) oder Ammophos (12%N/ ca. 46% P2O5) verwendet. Die Bestellung der Flächen mit Sonnenblumen erfolgte im Anschluss an die streifenweise Bearbeitung. In Einzelfällen und vor allem nach späteren Einsätzen wurde auch Mais auf Bewässerungsflächen gelegt.

Die Herbsttour begann Anfang September in der Waldsteppenregion südöstlich von Barnaul. Von dort aus erfolgten Vorführungen auf Betrieben in der Vorgebirgsregion des Altai und in den typischen Trockensteppen der Altairegion. Trotz des eher nassen Septembers und teilweise recht schwieriger Einsatzbedingungen hat die VarioTrail mit XTill-Streifenbearbeitung auch hier zuverlässig gearbeitet. Als Dünger wurden überwiegend Ammophos oder ähnliche, weniger mobile Dünger für den Aufbau eines Depots verwendet. Der Abschluss fand auf den Betrieben „Partner“ und „Timiryasevskiy“, den Amazone-Partnerbetrieben im Projekt Kulunda, statt.

Während der Tour wechselten die Bedingungen von leichteren, sehr trockenen Standorten in der Steppe nahe der kasachischen Grenze zu schwereren Tschernosemen in den Waldsteppenregionen. Auf den im Schnitt 120 ha großen Schlägen erfolgte die Bearbeitung mit dem VarioTrail und XTill-Streifenbearbeitung zumeist in Gersten- und Weizenstoppeln auf Tiefen zwischen 12 cm und 23 cm. Die Arbeitsgeschwindigkeit lag bei 10 bis 11 km/h und die Flächenleistung bei 5 bis 6 ha/Stunde. Dabei verbrauchte der Antriebsschlepper, ein John Deere 8430, lediglich 7 bis 10 l Diesel/ha.

Die Praktiker auf den russischen Betrieben zeigten sich von den Vorteilen des Maschinensystems VarioTrail mit der XTill-Streifenbearbeitung und der EDX-Einzelkornsaat beeinduckt. So kann die Vorführtour in Sibirien nicht nur angesichts der bearbeiteten Gesamtfläche sondern auch im Hinblick auf das Praktiker-Urteil als voller Erfolg gewertet werden.

Quelle: www.amazone.de

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