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Neuer Pellet-Vollernter Krone Premos 5000

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Pellet-Vollernter Krone Premos 5000

Pellet-Vollernter Krone Premos 5000, Bild: Maschinenfabrik Bernard Krone GmbH

Eine der innovativsten Neuheiten, die die Agritechnica 2015 zu bieten hatte, stellte Krone vor: Den gezogenen Pellet-Vollernter Premos 5000, der auf dem Feld Halmgutpellets direkt aus dem Schwad presst. Auch die Medaillen-Jury hatte dem nichts entgegenzusetzen und bedachte den Krone Premos mit einer der begehrten Agritechnica-Goldmedaillen.

Aufgenommen wird der Schwad bei der Krone Premos 5000 von einer 2,35 m Pickup und dann mit Hilfe eines Förderrotors auf das 800-mm-Förderband bewegt, das das Erntegut zwischen zwei 800-mm-Presswalzen positioniert. Diese Presswalzen verfügen abwechselnd über Zähne und 16-mm-Löcher, durch die das Erntegut ins Innere der Matrizenwalzen gedrückt wird. Krone gibt an, dass beim eigentlichen Pressvorgang mit Temperaturen von 80 Grad und Drücken bis zu 2000 bar gearbeitet wird, um die Pellets zu härten. Liegt die Restfeuchte des Erntegutes unter 12 %, kann Wasser oder Melasse eingesprüht werden oder optional durch ein integriertes intelligentes Befeuchtungssystem automatisch die optimale Feuchte erzielt werden.

Förderschnecken, die in den Presswalzen der Krone Premos liegen, transportieren die fertigen Pellets auf ein Förderband, dessen Ziel der 5000 kg fassende, integrierte Vorratsbunker ist; das Volumen beziffert Krone mit 9 m³. Laut Krone beträgt die Pressleistung der Premos ebenfalls 5000 kg pro Stunde, der Bunker muss also etwa stündlich geleert werden.

Krones Hauptargument für den neuen Premos Pelletvollernter ist seine Energieeffizienz: Dadurch, dass mit dem neuen Verfahren im Gegensatz zu stationären Pelletieranlagen weder gehäckselt noch gemahlen werden muss, soll der Energieaufwand nur die Hälfte betragen und die Stundenleistung drei- bis fünfmal höher sein. Zusätzlich entfalle die relativ aufwändige Prozesskette, da weder Ballen gepresst noch transportiert werden müssen.

Um die Premos 5000 ganzjährig einsetzen zu können, bietet Krone optional auch einen Ballenauflöser an, mit dem sich der Vollernter wie eine stationäre Pelletieranlage nutzen lässt.

Die mit der neuen Krone Premos erzeugten Pellets lassen sich als Futter, Einstreu und Brennstoff einsetzen. Fungieren die Pellets als Rohfaserlieferant im Futter, ist die gute Dosierbarkeit in Verbindung mit der Keimfreiheit durch die Erhitzung beim Pressen von Vorteil, werden sie verheizt, sollen 2,5 kg Pellets etwa 1 l Heizöl ersetzen. Krone berichtet außerdem, dass bei der Verwendung als Einstreu 250 g Pellets etwa einen Liter Wasser aufsaugen können und das Mist-Volumen so auf etwa 60 % sinke. Welche Verwendung allerdings in Zukunft die Oberhand gewinnen wird, kann wohl nur die Zeit zeigen.

4 Kommentare

  1. Hallo ist meine Rechnung richtig??
    10ha Stroh X ca 4t = 40t : 2,5 =16000l Heizöl.

    Frage:
    Können die Pellet offen unter Dach gelager werden?
    Was würden die 40t Kosten?
    Sind da schon Pressen im Einsatz?
    Gruß Bernie

  2. Die Rechnung stimmt, jedoch ist der Umrechnungsfaktor etwas niedriger.
    Pelletlagerung muss immer trocken erfolgen. Ein Abdach mit offenen Seiten ist natürlich perfekt. Letztlich muss das Lager nur trocken sein, windoffen wäre wünschenswert und nicht großartig verdichtet.
    Im Einsatz habe ich noch keinen Vollernter gesehen, hier gibt es aber ein nettes Video dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=b6Kk-xPM_wk

  3. Diese Maschine ist sehr einfallsreich, aber wie viel kostet?
    Und von wann werden die Premos abkaufen?
    Danke, Gyiko

  4. Der Krone Premos wurde auf der Agritechnica 2015 vorgestellt und mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Im Jahr 2016 sind weitere Tests vorgesehen. Sind diese erfolgreich, ist eine serienreife Produktion ab 2017 angedacht. Ein Preis ist noch nicht bekannt.

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